Was gibt's Neues? 


29.12.2018

Weihnachten in Togo 

Wie auch in den vergangenen Jahren feierten die Kinder dieses Jahr am 25.12. gemeinsam das Weihnachtsfest im Centre unserer Partnerorganisation. Aufgrund politischer Unruhen konnten die Kinder leider nicht, wie es normalerweise an den Weihnachtsfeiern geplant ist, an den Strand fahren. Dennoch hatten alle in den Räumlichkeiten des Centres eine tolle Zeit. Es gab leckeres Essen, Musik und Tanz und die Kinder freuten sich, am Abend auf der großen Leinwand einen Film zu schauen. Dann wurde gemeinsam im großen Gemeinschaftsraum übernachtet, und am nächsten Tag warteten weitere unterhaltsame Spiele auf die Kinder. Natürlich durften dabei auch Geschenke nicht fehlen. Neben Spielzeugen gab es auch Kleidungsstücke, als auch Lebensmittelspenden für die Eltern. 

Wie in jedem Jahr hatten alle Jungen und Mädchen viel Spaß, und freuen sich schon auf das nächste Mal!

Auch wir Afrikaherzen organisierten wie in den vergangenen Jahren ein Adventssingen, zu dem zahlreiche Menschen erschienen. Hier mehr über unser Vereins-Weihnachtsfest! 


27.08.2018

Unser Togo-Besuch 

Im Juni diesen Jahres machten sich Vereinsmitglieder Theresa, Manuela und Marleen auf den Weg nach Togo. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Entwicklung und den Stand all der Projekte von A.E.T. zu sehen, und einige Zeit mit all unseren Patenkindern zu verbringen. Lest hier von unserer beeindruckenden Reise! 

07.04.2018

Gastbeitrag von Benjamin Poidi über vergangene und zukünftige Projekte

Bei unserer Mitgliederversammlung gab uns Benjamin einen Überblick über die bisherige Entwicklung von Avenir Enfance Togo, und erzählte auch von neuen Projekten, die noch in Planung sind. 


Was bisher geschafft wurde

Benjamin erzählte uns zunächst Einiges darüber wie sein Verein überhaupt entstanden ist.  Dazu gehören tragische Umstände seines Lebens: Nach einem Messerangriff auf Benjamin Poidi in den 90ern konnte er durch Förderer in der Schweiz eine Ausbildung machen. Nach der Ausbildung kam Benjamin zurück nach Togo und wollte sich insbesondere für Kinder in Not engagieren. Er begann damit, in Schulen zu gehen und dort z.B. Hygieneartikel zu verteilen. Nach und nach weiteten sich die Hilfsangebote immer mehr aus, bis er im Jahre 2010 damit begann, seine eigene Schule zu bauen. Nachdem dies auch glückte hatte die Schule 3 Klassen mit insgesamt 30 Schülern. Diese Schule, bei der es sich natürlich um „Les Amandiers“ handelt, wird bis heute immer weiter vergrößert. Das College wurde mittlerweile auf 500 Schüler erweitert, während die Grundschule mittlerweile 1018(!) Schülern einen Platz bis zur sechsten Klasse bieten kann. Auch das Gebäude der Vorschulkinder ist mittlerweile fertig und bietet 150 jungen Schülern einen Platz. Wir von Afrika Herzen e.V. konnten mit unseren Spenden ebenfalls einen Klassenraum mitfinanzieren. Beim Bau sieht man, dass die Dächer bestehender Gebäude meistens einfach abgesetzt werden, um einen neuen Anbau zu ermöglichen.

Benjamin ist sehr stolz darauf, dass die Schüler in seiner Schule in den Abschlusstests Jahr für Jahr herausragende Ergebnisse erreichen. Die „Les Amandiers“ muss sich vor staatlichen Schulen in Togo also in keinem Fall verstecken.

Nach diesen Erklärungen zeigte uns Benjamin noch einige Fotos aus Togo, die den Fortschritt bei „Avenir Enfance Togo“ verdeutlichen. Thematisiert wurde unter anderem eine Spende von PC’s, die im letzten Jahr einen Informatikkurs ermöglichte. Gleichzeitig wird auch den Eltern der Kinder geholfen: In einem Abendkurs können Eltern, die selber kaum oder keine Schulbildung haben, das Alphabet lernen. 3x pro Woche kommen dazu 132 Mütter in die Schule um Rechnen, Schreiben und Lesen zu erlernen. Einige der Mütter haben Augenprobleme und bekommen deswegen im Krankenhaus der Organisation einen kostenlosen Sehtest und weitere Hilfen.

Weitere Bilder beschäftigen sich mit der von uns bereits thematisierten Lehrerfortbildung zur Gewaltprävention (siehe hier). Die Kinder bekommen zusätzlich zum Unterricht ein Freizeitprogramm. Dazu zählen etwa Batic oder auch Töpferkurse. Um mobil zu bleiben, wird dabei oft der von uns mitfinanzierte Bus genutzt. Neben Nachmittagsunterricht wird auch für die Abendunterstützung für Centre-Kinder gesorgt. Als letzten Punkt sprach Benjamin eine Kooperation mit einer staatlichen Schule an, in welcher er Hefte verteilen lässt.

Danach folgen der Bericht (+Fotos) über das Krankenhaus welches der Verein aufgebaut hat. In dem Krankenhaus herrscht ein geschlossenes System, in welches nur kompetente Mitarbeiter neu aufgenommen werden Zum Krankenhaus gehört seit neustem auch eine Apotheke in der besonders Benjamins Frau Chantal aushilft.


Zukünftige Projekte

Nach diesem ausführlichen Vortrag über den aktuellen Stand, ging es dann noch um die Projekte in 2018: Dazu zählen besonders die Ausweitung des Informatikprojekts und die Weiterführung des Präventionsprogramm zum gewaltfreien Lernen. Auch die Alphabetisierung soll vorangetrieben werden. Dafür wird Geld benötigt um die Lehrer und Lehrerinnen zu bezahlen. Zusätzlich sollen die Frauen und Mütter ökonomisch beraten werden und Ausweise bekommen, denn viele Menschen laufen in Togo ohne gültige Papiere herum. Benjamin möchte des Weiteren ein Konzept entwickeln, welches dafür sorgen soll, dass Schulbücher nicht beschädigt werden und so an nachfolgende Klassen weitergegeben werden können. Als nächsten Punkt sprach Benjamin ein Solar-Lampen-Projekt an. Abends können die Schüler ohne elektrisches Licht nicht mehr lernen oder arbeiten. Mit speziellen Solarlampen kann dies ermöglicht werden. Eine deutsche Firma namens „Schneider“ hat bereits 2014 einmal eine Ladung dieser Lampen gespendet. Viel Engagement soll auch weiterhin in Ausbildungsprogramme gesteckt werden, die den Schülern auch nach ihrer Schulzeit eine Zukunftsperspektive geben können. Gleichzeitig ist auch ein Ausbildungsprogramm im Nachbarland Mali geplant. Für diese ganzen Projekte braucht es natürlich Fördergelder. 


Da wir Afrikaherzen neben den Patenschaften jährlich auch stets die Projekte von Avenir Enfance Togo finanziell unterstützen, freuen wir uns über jede Spende! 


Wir danken euch vielmals für euer Vertrauen und eure Unterstützung!   


Autor: Frederik Senge 

 


01.03.2017

Unterricht ohne Schläge: Seminar zum Thema "gewaltfreies Lehren"


Der Schulalltag in Togo erinnert bei einem gewissen Thema an längst vergessene Zeiten, die es so ähnlich auch in Deutschland gegeben hat: Es geht um Gewalt von Lehrern gegenüber den eigenen Schülern. Ein Seminar für die Lehrkräfte der Schule „Les Amandiers“ soll diesen Zustand nun ändern.


Für Fehler werden die Kinder an Schulen in Togo oft hart bestraft. Es kann passieren, dass die Lehrkraft für vergessene Hausaufgaben, Schläge mit einem Stock verteilt. Kinder werden an Nase und Ohren gezogen, wenn ihr Verhalten den Lehrern nicht passt. Eine Verspätung wird des Weiteren gerne einmal so bestraft, dass das Kind als Disziplinierungsmaßnahme in der Sonne auf spitzen Steinen knien muss. Neben dem Faktor das solche Erziehungsmaßnahmen völlig unangemessen sind, sind sie ebenfalls verboten:

Der togoische Staat hat nämlich ein Verbot für Gewalt an Schulen erlassen. Gleichzeitig kümmern sich die Institutionen aber nicht darum, dass dieses Verbot auch eingehalten wird. Lehrer wenden also weiterhin körperliche Bestrafungen im Schulalltag an.

 

Damit soll nun aber endgültig Schluss sein: Benjamin Poidi, von unserer Partnerorganisation „Avenir Enfance Togo“, hat Seminare an der Schule „Les Amandiers“ organisiert, in welchen den Lehrkräften ein gewaltfreier Umgang mit ihren Schülern vermittelt wird. Zunächst wurden die geladenen Lehrer und Lehrerinnen im Allgemeinen über Kinderrechte informiert. Im Anschluss daran wurden mit den Lehrern Szenarien durchgespielt, um Methoden zu entwickeln, wie man in Zukunft gewaltfrei und trotzdem sehr gut in der Schule lernen kann. Sanktionen sollen in jedem Fall gewaltfrei durchgesetzt werden. Die Lehrer hatten an den Seminaren sehr viel Spaß und gingen mit gestärktem Wissen aus ihnen hervor. Ihnen wurden neue Möglichkeiten im Umgang mit ihren Schülern aufgezeigt.

Gewalt gehört jedoch leider nicht nur im Schulalltag zu den Problemen: Auch in den Familien der Schülerinnen und Schülern ist Disziplin und Erziehung oft mit Gewalt verbunden. Um Gewalt aus dem Alltag der Kinder langsam herauszubekommen, sollen nun auch Seminare für Eltern folgen, die ihnen Methoden des gewaltfreien Verhaltens mit ihren Kindern näherbringen können.

     

Die Seminare mit Lehrer/innen und Eltern leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Kinder in Togo.


Autor: Frederik Senge


05.10.2017

Start ins neue Schuljahr in den neuen Gebäuden

Geschafft! Nach einigen Monaten harter Arbeit sind die neuen Klassenzimmer des Collèges nun fertig, und das pünktlich zum Start ins neue Schuljahr. 

Nun gibt es Platz für 120 neue Schüler an der Schule. Auch der Kindergarten ist fertig gestellt.

Ein großer Dank geht an alle Spender, die uns geholfen haben, dieses Projekt zu unterstützen! Bilder


Zum Schulstart wurden neue Hefte, Kleidungsstücke und Materialien für den Unterricht verteilt. So können alle Kinder unseres Sozialprogramms voll ausgestattet ins neue Schuljahr starten. 











  

 










 

01.08.2017

Zwei große Bauprojekte


Seit einigen Wochen laufen in Lomé nun auch zwei neue Großprojekte. Wie die meisten von euch wahrscheinlich wissen, ist die Schule „Les Amandiers“ ein Schulkomplex. Der Kindergarten und die Grundschule befinden sich auf einem Gelände, was auch der Ursprung der gesamten Schule darstellt. Die Weiterführende Schule (Collège) wurde einige Jahre nach Gründung etwa fünf Minuten entfernt auf einem weiteren Gelände erbaut. Mehr lesen


01.07.2017

Von Sommerferien und Impfen


Momentan sind Sommerferien in Lomé. Die finalen Abschlussprüfungen haben die Kinder der Schule zum großen Teil erfolgreich bestanden. Unsere Patenkinder haben alle samt die nächste Schulklasse erreicht! Durch intensivere Nachhilfe und Förderung der Schwächeren im Zentrum unserer Partnerorganisation Avenir Enfance Togo (A.E.T.) konnte so vielen Patenkindern geholfen werden, grundlegere Probleme wie Lesen und Schreiben, zu beheben. Eine große Schwierigkeit, mit der besonders viele kleinere Kinder zu kämpfen haben, ist die französische Sprache.

In ihren Familien sprechen sie nur Éwe (eine Togos weitverbreiteter Landessprachen). Im letzten halben Jahr wurden deswegen im Zentrum von A.E.T. mehr nachholende Französischkurse angeboten, um den Jungen und Mädchen unter die Arme zu greifen.

 

 Neben der Schule gab es natürlich auch wieder ein breites Spektrum an Freizeitaktivitäten. Mit Batik-Kursen, Schuhstickereien und anderen künstlerischen Workshops konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Gesundheitlich wurden sie auch mit Impfen versorgt. 


Halbjahresbericht 2016

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Liebe Mitglieder, Paten und Unterstützer!  

 

Eure Afrikaherzen melden sich zurück! 

Die Zeit vergeht gefühlt wie im Fluge und die Entwicklungen in Togo stehen keine Sekunde still. Zum Schuljahresende der Kinder in Togo wollen wir euch in diesem Brief ein kleines Update zu unserer Partnerorganisation Avenir Enfance Togo (A.E.T.) und euren Patenkindern geben.    


Beste Ergebnisse bei den Abschlussprüfungen

 Die Schule „Les Amandiers“ schrieb auch dieses Jahr wieder einen großen Erfolg bei den alljährlichen Abschlussprüfungen, welche immer kurz vor den großen Sommerferien im Juli geschrieben werden. Fast alle Schüler absolvierten diese Prüfungen mit Erfolg. 37 Kinder von 47 haben es  dieses Jahr geschafft, die mittlere Reife abzuschließen. Sie können jetzt mit einer Ausbildung anfangen oder das Lycée besuchen, um dort Abitur zu machen. Innerhalb des Viertels hat unsere Schule damit die besten Ergebnisse erzielt. Zur Belohnung gab es ein großes Fest für Alle.  
 

Ausbildungsplätze

 

Was schon 2015 in Planung stand, wurde im letzten Halbjahr konkreter; Ausbildungsplätze zu schaffen, für Schüler nach dem Abschluss des Collèges, als auch für Kinder, welche es nicht bis zur Klasse 10 geschafft haben. Hierfür wurde angedacht, auch im Rahmen von A.E.T. eigene Ausbildungsplätze anzubieten. Dieses Projekt wurde aber nun fürs Erste beiseite gelegt. Es wurden aber Verträge mit externen unabhängigen Ausbildungsstädten geschlossen, die Schüler unserer Organisation nach Beenden der Schule bei sich in die Lehre aufnehmen. Damit werden bereits bestehende Institutionen Lomés gefördert und A.E.T. hat immer noch ein Auge auf die Jugendlichen. Die Patenschaften laufen in diesen Fällen einfach weiter, ihre Ausbildung wird mit den Beiträgen gezahlt. Selbstverständlich informieren wir die Paten bei so einem Wechsel. Beispielsweise haben dieses Jahr fünf Jungs aus der 9. Klasse nun eine Ausbildung in einer Schreiner angefangen, und sind dort sehr zufrieden. Für das nächste Jahr wurde das Ziel gesetzt, das Angebot für weitere Ausbildungsplätze zu vervielfachen.  


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Computer Kurse

  

Auch im Centre Auch im Centre (Hauptstelle von A.E.T.) an sich hat sich Einiges getan.  Bereits im Jahr 2011 wurden in einem eigens dafür eingerichtet Computer Raum „Informatik-Kurse“ durchgeführt. Jedoch waren die Computer sehr alt und mit den Jahren nicht mehr funktionstüchtig. Dieses Jahr wurden von A.E.T sieben neue Computer erworben, eine ausreichende Zahl um wieder Computer-Kurse mit den Mädchen und Jungen durchzuführen. In den Kursen erlernen die Kinder unter anderem grundlegender Funktionen der PCs,  allgemeinen Bedienung und die Verwendung eines WordDokuments. Für die weiteren Berufschancen ist das sehr wichtig, denn die wenigsten Familien der Kinder besitzen eigene Rechner, auf denen sie sich EDV-Kenntnisse aneignen können, welche aber durchaus in einigen Berufen gefordert werden. 
  

Der neue Schulbus

Ein weiteres Projekt nimmt mittlerweile langsam aber sicher Gestalt an:  Der Kauf eines neuen Schulbusses. Momentan besitzt A.E.T. zwei Kleinbusse, von denen Einer so gut wie fahruntüchtig ist, der andere Bus hat ebenfalls schon bessere Zeiten gesehen. Aus Sicherheitsgründen für alle Fahrgäste und auch aus praktischen Gründen, soll deswegen jetzt ein großer neuer Bus gekauft werden. Der Gesamtpreis beträgt 15.000 Euro, davon fehlen jetzt nur noch 4000 Euro!

 

Ein riesiger Dank geht an dieser Stelle an Alle, die uns mit ihrer Spende dem Ziel ein Stück näher gebracht haben!    

Mehr über das Busprojekt...
  

Organisatorisches

 

Zuletzt hier noch einige organisatorische Hinweise unsererseits.  Patenbriefe: Wie letztes Jahr werden die Kinder ihren Paten Briefe am Ende des Jahres schreiben. Wenn alles gut geht, könnt ihr euch also auf Weihnachtspost aus Togo freuen!  SEPA-Lastschriftverfahren: Des Weiteren haben wir es nun geschafft, ein SEPA-Lastschriftverfahren einzurichten. Damit bieten wir allen Mitgliedern, Paten und Spendern ein einfacheres Überweisungsverfahren an. Weitere Informationen dazu werden wir euch in absehbarer Zeit per Mail zukommen lassen.  

 
In diesem Sinne bedanken wir uns ganz herzlich für all die Unterstützung, das Interesse und euer Vertrauen!  Durch euch ist unsere Arbeit erst möglich geworden! 
 

Vielen Dank dafür! 

Eure Afrika Herzen



20.10.2016

Geschafft!


Wir haben es geschafft! 

Der neue Schulbus ist da. Anders als geplant wurde nun zwar ein anderes Modell ausgewählt, in dieses passen aber noch mehr Kinder hinein als geplant! 35 Plätze bietet der großräumige Bus. Es wurde schon viele Probefahrten und Ausflüge gestartet und die Kinder fühlen sich wohl im neuen Gefährt. 

Vielen Dank für all die wertvolle Unterstützung!


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16.09.2016

Der neue Schulbus


Unsere Partnerorganisation Avenir Enfance Togo besitzt zwei Busse. Benutzt werden Diese für Ausflüge, den Transport von Essen und natürlich auch für den Schulweg für Angestelle und Kinder, welche vom Centre zur Schule gebracht werden müssen. Mit dem Bus dauert es etwa zwanzig Minuten bis zur Schule und im Bus finden etwa 10 Passagiere Platz, was in Togo nicht bedeutet, dass tatsächlich nur 10 Menschen transportiert werden. Schon zu Zeiten unserer Freiwilligendienste wurde Platz gespart, wo man nur konnte. So wurden etwa 15 Kinder in den Bus gequetscht, was nicht gerade die sicherste Art und Weise ist, sich von A nach B zu bewegen. Hinzu kommt noch der Zustand der Busse an sich, welcher eigentlich in Deutschland schon lange auf dem Schrottplatz seine letzten Tage verbracht hätte. Auf  Grund all dieser Dinge ist nun das große Projekt auf dem Plan, einen neuen großen Schulbus zu kaufen. 

Dieser ist größer und könnte die beiden kleineren kaputten Busse ersetzen, und damit eine günstigere und sicherere Transportmethode gewährleisten. 

Das ausgewählte Modell hat 30 Plätze und kostet insgesamt 15.000 Euro. 

Durch diverse Spendenaktionen haben wir es jetzt geschafft, 11.000 Euro zusammen zu sammeln. 

Ein ganz großer Dank geht an Alle, die uns dabei unterstützt haben. 

Jetzt hoffen wir, bald die gesamte Summe beisammen zu haben, damit der Bus gekauft werden kann. 

 

 

 

 

  12.04.2016 

Computer-Kurse, Seifen-Workshops und Ausflüge 


 Hallo ihr Lieben!

Es gibt wieder Neues aus Togo!

Hoffentlich habt ihr die Ostertage gut überstanden und genießt nun die ersten Frühlingsmomente. In Togo wird Ostern recht intensiv gefeiert, denn vor allem in Lomé leben sehr viele Christen. Die Kinder haben so wie auch hier in Deutschland zwei Wochen Osterferien.

Benjamin Poidi, Gründer von Avenir Enfance Togo, (unserer Partnerorganisation) lädt jedes Jahr zu Ostern eine Auswahl an Kindern des Sozialprogramms zu einer Art „Osterfahrt“ ein. 35 Kinder in verschiedenen Altersgruppen durften für eine Woche im Centre der Organisation übernachten und über die Woche verteilt Ausflüge unternehmen und an anderen Aktivitäten teil nehmen. Dabei lässt sich Benjamin immer die verschiedensten Dinge einfallen. Unter anderem fuhren die älteren Kinder für einen Nachmittag an den Strand, um dort Spiele zu spielen und mit den Füßen ins Wasser zu tauchen. Auch wenn Lomé am Strand liegt, war es für Einige das erste Mal, dass sie das Meer sehen konnten.

Auch im Centre an sich hat sich Einiges getan. Es gibt dort nun einen Raum mit sechs Computern, an denen die Jungs und Mädchen an „Informatik-Kursen“ teilnehmen können. Dabei handelt es sich in erster Linie um das Erlernen grundlegender Funktionen der PCs, so wie der allgemeinen Bedienung und die Verwendung eines Word-Dokuments. Für die weiteren Berufschancen ist das sehr wichtig, denn die wenigsten Familien der Kinder besitzen eigene Rechner, auf denen sie sich EDV-Kenntnisse aneignen können, welche aber durchaus in einigen Berufen gefordert werden.

Es fand in der letzten Zeit auch eine Reihe an Workshops für die Mütter (meist Witwen) der Kinder statt. Dort wurde ihnen gezeigt, wie man Seife und Cremes produziert, um diese dann zu verkaufen oder selbst zu benutzen.

Benjamin organisierte auch einen Ausflug zu einem kleinen Dort, nicht weit von Lomé entfernt. Dort besuchte er mit den Kindern eine Schule, um dort Hygieneartikel und Schulutensilien zu verschenken. Im Dorf leben sehr viele Waisenkinder und generell lebt die togoische Landbevölkerung in vielen Fällen in armen Verhältnissen. Benjamin erzählte, wie rührend es war, die Kinder unserer Organisation zu sehen, wie sie aufgeregt Flip Flops an die anderen Kinder verteilen durften. Es wird nun überlegt, auch einige Kinder dieses Dorfes in unser Patenprogramm auf zunehmen.

 (Foto bei der Verteilung im Dorf)

 

Rückblick auf 2015

Hallo liebe Paten und Unterstützer!  


Es gibt Neues aus Togo! Wir Afrika Herzen wollen euch ein bisschen auf dem Laufenden halten, wie es mit unserem Projekt in Togo voran geht. Fast ein Jahr lang gibt es jetzt schon unseren Verein Afrika Herzen e.V.. Alles hat sich vergrößert und ausgebaut! Unser Verein ist um viele Mitglieder gewachsen und momentan schreiben wir stolze 60 Patenkinder, die wir von Togo aus nach Deutschland vermitteln. Auch bei unserer Partnerorganisation und in deren Schule hat sich viel getan. Hier haben wir eine kleine Zusammenfassung von Bilanzen und Entwicklungen der letzten Zeit.  


Stolze Schüler bei Abschlussprüfungen 

Das Projekt 'Avenir Enfance Togo' wächst und verbessert sich von Jahr zu Jahr und auch die Lernerfolge der Kinder, die die Schule 'Les Amendiers' besuchen, machen alle Mitwirkenden stolz. Als im Juli 2015 die Resultate der Jahresendprüfungen an die Schüler verteilt wurden, versammelten sich wie jedes Jahr alle Familien oder Angehörige auf dem Schulhof und das war auch gut so. In der CM2 (6. Klasse) muss man nämlich die Prüfungen bestehen um auf die weiterführende Schule wechseln zu können – und im Juli 2015 haben 100% der Schüler bestanden, was eine große Leistung für die Kinder und die Lehrer ist! Auch in der 3ième (10. Klasse) wurden Prüfungen geschrieben und auch hier haben es alle Schüler geschafft. Damit hatte unsere Schule die besten Ergebnisse des Viertels. Alle Versammelten auf dem Schulhof fingen bei der Verkündung an vor Freude zu springen und sich zu umarmen. Es flossen sogar einige Glückstränen. In Togo ist es oft noch so, dass die Klassenräume zu gefüllt sind um jedes Kind zu erreichen und so verlieren die Schwächeren schnell den Anschluss. Es passiert also schonmal, dass Schüler der 4. Klasse noch immer Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. Deshalb war es besonders schön zu sehen, wie sehr sich die harte Arbeit dieses Jahr in den Prüfungen ausgezahlt hat!

‚Avenir Enfance Togo‘ vergrößert sich

 Das Projekt fing mit einem kleinen Gebäude, 200 Schülern und einigen Waisenkindern an. Seit der Gründung 2010 sind es nun 2 große zum Teil zweistöckige Gebäude geworden, in denen ca. 1200 Kinder unterrichtet werden. Nachdem in den letzten Jahren keine neuen Kinder mehr ins Waisenhaus aufgenommen wurden, konnten zum Beginn des neuen Schuljahres 2015/2016 zehn neue Kinder in das Heim einziehen. Einige Ältere– die ersten aufgenommenen Waisenkinder - haben dieses Jahr ihren Abitur-Abschluss gemeistert und zogen aus.  

Idee eines Ausbildungs-Projekts

Lange nicht alle Schüler schaffen es bis zum Abitur also müssen Ausbildungsplätze gefunden werden. Der Gründer Benjamin Poidi empfindet es als wichtig, die Kinder auch nach ihrer Schulausbildung weiter zu unterstützen bis sie mit ihrer zukünftigen Arbeit ihr Leben selbst finanzieren können. Dafür entstand während des letzten Jahres die Idee eines Projekts, durch das zu Beginn 20 Kindern die Ausbildung in einem Bereich ihrer Wahl ermöglicht werden soll – z.B. Schneider, Mechaniker, Elektriker, Tischler, Krankenschwester… Zur Zeit werden Vorbereitungen getroffen damit das Projekt schnellst möglich begonnen werden kann.  



26. Mai 2015 

Ferienprogramm und bequeme Betten 

Da aufgrund der Präsidentschaftswahlen am 25. April die Schulen in ganz Togo aus Sicherheitsgründen für vier Wochen geschlossen wurden, wurde für die durch „Avenir Enfance Togo“ unterstützen Kinder („La-Grace-Kinder“) eine Art Ferienprogramm erstellt. Die Schule „Les Amandiers“ liegt außerhalb der Innenstadt Lomés, weshalb es für die Schüler nicht gefährlich war zur Schule zu kommen. Also hatten die La-Grace-Kinder dreimal wöchentlich Unterricht, um die Themen des aktuellen Schuljahres zu wiederholen. Zweimal wöchentlich sind die Sozialarbeiterin Delali und die aktuellen „weltwärts“-Freiwilligen mit einer Gruppe von 15 Kindern in ein Schwimmbad gefahren. 

Außerdem haben die La-Grace-Schüler des Collèges (siebte bis zehnte Klasse) für 4 Tage im Waisenheim gelebt. Dort wurde mit ihnen ebenfalls der Unterricht wiederholt und über ihre Berufsvorstellung gesprochen. Zudem durfte jedes Kind Flipflops mit Perlen und Wolle basteln, die sie nun mit Stolz in der Schule tragen. 
Am Ende der verlängerten Ferien wurden durch Spenden finanzierte Matratzen an jedes der 119 La-Grace-Kinder verteilt, da die meisten zuvor auf Matten auf dem Boden geschlafen haben. Dazu haben sich alle Lehrer, Kinder und ihre Erziehungsberechtigten auf dem Schulhof versammelt. Jedem Kind wurde seine neue Schlafunterlage ausgehändigt, so dass bald der ganze Schulhof mit laufenden Matratzen gefüllt war. Sogar das Fernsehen ist bei dieser Gelegenheit gekommen. 
Im Anschluss an das Verteilen wurden noch einige Familien von der Sozialarbeiterin und dem Gründer Benjamin Poidi nach Hause begleitet, um sicherzugehen, dass die Matratzen tatsächlich von den Kindern und nicht etwa von den Eltern oder Großeltern genutzt werden. 
Insgesamt gesehen waren die zwangshaften Ferien für die La-Grace-Kinder vielleicht sogar vorteilhaft, da sie auf diesem Weg die Chance bekamen die – sonst von den Meisten eher schwachen – Schulleistungen durch den Zusatzunterricht aufzubessern. Die Unterrichtspause konnte am 04. Mai dann ohne weitere Zwischenfälle beendet werden und der Alltag ist wieder eingekehrt.