Das Projekt in Togo

Die Kinder schieben den Organisationsbus an

 

Avenir Enfance Togo:  

 

Die Organisation Avenir Enfance Togo in der Marleen und Theresa 2013/2014 bzw. 2011/12 für ein Jahr gearbeitet haben, wurde 2006  von Benjamin Poidi gegründet. Es ist eine Nicht-Regierung-Organisation (NGO) und liegt in Lomé, der Hauptstadt Togos.

 

Avenir Enfance Togo hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder in schwierigen Verhältnissen, davon betroffen sind sehr häufig Waisen und Halbwaisen,und ihre Familien zu unterstützen. Die Organisation besteht mittlerweile aus einem Jugend- und Familienzentrum, welches gleichzeitig das Waisenheim ist, einem kleinen Krankenhaus und der Schule ´´Les Amandiers´´.

Im Waisenheim leben derzeitig 12 Kinder im Alter von 12 bis 20 Jahren. Sie besuchen alle die Schule oder machen eine Ausbildung und nehmen gemeinsam an verschieden Aktivitäten des Heims teil. Im Zentrum selber befindet sich noch eine Schneiderei, wo eins der Mädchen seine Ausbildung als Schneiderin macht.

Die Krankenstation befindet sich direkt im Gebäude nebenan. Sie besteht aus Behandlungszimmern, mehreren Stationszimmern, einer Apotheke, einem Labor, einem Augen Untersuchungszimmer, sowie auch einem kleinen Brillenoptiker und einer kleinen Chirurgie.

Vor einigen Jahren beschloss der Gründer der Organisation Benjamin Poidi, die Schule  „les Amandiers“ zu gründen, um Kinder in schwierigen Verhältnissen die Möglichkeit zu geben, eine schulische Ausbildung zu genießen.  Die Schule liegt mit dem Auto ca. 20 Minuten vom Zentrum entfernt im Stadtteil Legbassito welcher etwas ländlicher ist. Dort gibt es in den meisten Häusern kein fließend Wasser und in vielen kein Strom. Die meisten Kinder müssen abends bei Kerzenschein arbeiten, da es in Togo schon ab 17Uhr abends dunkel wird.  Die Schule besteht aus drei Teilen, welche  in zwei verschiedene Gebäude gestaffelt ist. Sie umfasst einen Kindergarten (jardin d'enfance → vergleichbar mit der Vorschule) einer Grundschule (CP1 bis CM2 → vergleichbar mit der ersten bis zur fünften Klasse) und dem collège (6ieme bis 3ieme → vergleichbar mit der Mittelstufe einer Weiterführenden Schule). Es besuchen momentan insgesamt etwa 1250 Kinder die Schule und es gibt 33 Klassenräume.

An der Schule wurden bis jetzt 114 Waisenkinder in das Waisenkinderprogramm des Zentrums aufgenommen. Das heißt, dass für diese Kinder das Schulgeld von der Organisation übernommen wird, zusätzlich bekommt jedes Kind eine warme Mahlzeit in der Schule und am Anfang des Jahres Schuluniform sowie Bücher und Hefte. Dazu kommend kommen noch weitere 100 Kinder zur Schule, die gar nicht oder zum Teil das Schulgeld aufbringen können. Sobald für diese Kinder die finanziellen Mittel gefunden wurde, werden auch diese Kinder in das Programm für sozial schwache Familien oder Waisenkinder aufgenommen.

Zusätzlich dazu bekommen die Kinder die Möglichkeit, für einige Wochen ins Zentrum des Waisenhauses zu kommen, und dort an einer Art „Feriencamp“ teil zu nehmen. In dieser Zeit bleibt eine Gruppe von etwa 15 Kindern zusätzlich im Waisenhaus und bekommt dort Nachhilfe, kann an Freizeitaktivitäten teilnehmen und Ausflüge unternehmen. Manchmal kommen Kinder auch während der Schulzeit ins Waisenhaus, zum Beispiel wenn sie schwerwiegende Probleme in der Schule haben, und sie zu Hause nicht die Möglichkeit finden, richtig zu lernen. Deswegen bekommen diese Kinder vor Prüfungsphasen oft diese Hilfe angeboten. An Samstagen nehmen die Kinder abwechselnd an einem Programm teil, dort kommen sie ins Zentrum und es kommen lokale Künstler oder Pädagogen, die mit den Kindern tanzen,basteln und Spiele spielen. Auch wir als Freiwillige übernahmen des öfteren diese Aktivitäten.  Vor zwei Jahren wurde auch ein Schwimmprojekt von einer ehemaligen Freiwilligen ins Leben gerufen,dass den Kindern die Chance gibt, in einem Schwimmbad ein wenig schwimmen zu lernen und Spaß zu haben. Am Ende dieser Tage werden die Kinder wieder mit dem Bus zur Schule gefahren, von wo aus sie dann nach Hause laufen. Momentan sind ebenfalls zwei Freiwillige aus Deutschland vor Ort, mit welchen wir in engem Kontakt stehen. Voraussichtlich sollen auch für die kommenden Jahre weitere Freiwillige bei Avenir Enfance Togo eingesetzt werden. Durch unseren Freiwilligendienst knüpften Theresa und Marleen die Kontakte zu Benjamin Poidi, was der Hauptauslöser für die Gründung unseres Vereins Afrikaherzen ist.